Des Kaisers Neue Kleider
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Holocaust–Leugnung im kroatischen Schaufenster
von Jared Israel

Publiziert in Israel National News - Opinion


[12. Februar 2007]

Übersetzung aus dem Englischen: Jost Lang

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Es wurden große Anstrengungen gemacht, das Bild eines neuen Kroatiens zu propagieren, das angeblich mit seiner mörderischen Vergangenheit gebrochen hat und daher Mitglied der EU werden könne. Das Ziel dieser Anstrengungen waren insbesondere Juden, die das Unglück hatten, die Hauptopfer der Nazis zu sein und nunmehr benutzt werden, um den Schuldigen die Absolution zu erteilen.

So stattete der kroatische Präsident Mesic im Jahre 2001 der Knesset einen Besuch ab, wo er eine Art von Entschuldigung für die Ermordung von mehr als 30.000 Juden durch die katholisch-faschistische Ustascha vorbrachte (siehe http://emperors-clothes.com/croatia/mknesse.htm ).

Tatsächlich war es eine Art, sich nicht zu entschuldigen, da er a) die Ustascha nie erwähnte, b) die Ermordung von 30.000 Juden nie erwähnte und c) seine ‚Apologie’ begann, indem er sagte: „Dies ist der richtige Ort und die passende Gelegenheit, den hinderlichen Ballast der Vergangenheit loszuwerden“, wodurch er zum Ausdruck brachte, was er vom diesem hinderlichen Ballast, dem Holocaust, hält.

Um die Reform öffentlich darzustellen, eröffnete Kroatien im letzten November eine Ausstellung im Todeslager Jasenovac in Slawonien. Es ist eine bittere Ironie, dass dies genau die Gegend ist, aus der die kroatische Armee 1995 alle serbischen Zivilisten vertrieben hat und die dadurch ‚serbenrein’ wurde. Sie erfüllte den Traum genau jener Ustascha, die durch die Ausstellung den Kroaten ins Gedächtnis gerufen werden soll, damit es „nie wieder geschehen“ möge – obwohl es unklar ist, was die kroatischen Klerikal-Faschisten wieder tun könnten, nachdem sie sich aller Serben, Juden und Roma entledigt haben, es sei denn sie wendeten sich gegen sich selbst (oder gegen Menschen außerhalb Kroatiens).

Hier sind nun einige Hintergrundsinformationen, welche die Ausstellung ins rechte Licht rücken.

Die jugoslawische Republik Kroatien, beherrscht durch die HDZ (Kroatische Demokratische Union) unter der Führung von Franjo Tudjman und Stjepan Mesic, brach im Juni 1991 einen Sezessionskrieg vom Zaun, der zur Zerstörung Jugoslawiens führte. Die HDZ führte die Symbole und die Politik der Kroatischen Ustascha wieder ein, deren Basis der Katholische Klerus zum Hass auf „ausländische Elemente“ (gemeint waren vor allem nicht-katholische Serben) aufgehetzt hatte. Die Ustascha hatte im April 1941 einen von den deutschen Nazis gestützten Staat errichtet, durch den Serben, Juden und Romas einem Massenmord ausgesetzt wurden, dessen Gewalttätigkeit dem der Einsatzgruppen ihrer deutschen Alliierten und Sponsoren gleichkam. (Siehe Encyclopedia of the Holocaust).

Als Tudjman and Mesic 1991 ihren vom Vatikan und von Deutschland unterstützten Sezessionskrieg lancierten, wurden die serbischen Vorwürfe, dass es sich um die Mobilisierung des Ustascha Apparates handelte, der nach dem 2. Weltkrieg in der Kroatischen Diaspora weitergeblüht hatte diese Vorwürfe wurden verspottet von einer Welt-Medien-Wirtschaft, welche die Beweise der Verstrickung Kroatiens mit der Ustascha unterdrückte. Ein gutes Beispiel: Die Übertragung eines Videos im kroatischen Fernsehen am 9. Dezember 2006, das Mesic zeigt, wie er australischen Kroaten folgendes sagt:

„Sehen Sie, den 2. Weltkrieg haben die Kroaten zweimal gewonnen und wir haben keinen Grund, uns bei irgendjemandem zu entschuldigen. Was von den Kroaten die ganze Zeit verlangt wird: ‚Gehet und kniet in Jasenovac nieder. Kniet hier nieder…’. Wir haben vor niemandem für irgendetwas niederzuknien! Wir haben zweimal gewonnen und alle anderen haben nur einmal gewonnen. Wir haben am 10. April [1941], als die Achsen-Mächte Kroatien als Staat anerkannten [d.h. als die Nazi Invasoren die blutrünstige Ustascha als Regierung einsetzten! J.I.] und wir haben gewonnen als wir nach dem Krieg – wieder mit den Gewinnern – am Tisch der Gewinner saßen.“

-- BBC Monitoring; December 10, 2006

Als Verteidigung sagte Mesic, dass er solche Reden (im Plural sic!) nur gehalten habe, um den Krieg Kroatiens in den 90iger Jahren zu unterstützen. (BBC Monitoring, 15 December 2006)

Im besagten Video feiert Mesic die Faschisten, die sich mit Erfolg als Antifaschisten ausgaben, als die Nazis verloren und so „am Tisch der Gewinner saßen“.

Es folgt, dass
a) der Skandal offenbart, dass die Serben die Wahrheit sagten, als sie behaupteten, dass die Sezessionisten in den frühen 90iger Jahren die Ustascha reaktivierten, um Jugoslawien (und die Serben) zu bekämpfen und
b) man sich fragen darf, was übrig bleibt vom Reklamerummel um einen Präsidenten Mesic, der die Verbrechen der Ustascha bereut.

Obwohl vier Nachrichten-Agenturen – Associated Press, Agence France Presse, ANSA and BBC Monitoring – über diesen Skandal berichteten, hat nur eine unter den Tausenden von Zeitungen und Fernsehanstalten, die bei Lexis-Nexis archiviert werden, nämlich das holländische Dagblad van het Noorden, diesen Bericht übernommen.

Am 15. Dezember 2006 gab der Sprecher des Kroatischen Parlaments, Vladimir Seks zu, dass er und Präsident Mesic „möglicherweise“ Lieder gesungen hatten, die Jure und Boban, Führer der Kroatischen Schwarzen Legion, verherrlichen. Die Legion war eine SS Einheit, zusammengesetzt aus kroatischen Katholiken und bosnischen Muslimen, die serbische Zivilisten in großer Zahl abschlachtete, ganze Dörfer auslöschte, Menschen bei lebendigem Leib verbrannte oder sie in Felsspalten hinab warf. (Nach der Niederlage der Ustascha ließ die jugoslawische Regierung die Felsspalten mit Zement versiegeln, um den inneren Frieden zu bewahren.) Hier ist ein Auszug aus dem einschlägigen kroatischen Bericht. Die Kommentare in Klammern stammen von BBC Monitoring:

„Der Sprecher des Kroatischen Parlaments, Vladimir Seks sagte heute Abend im HTV [kroatisches Fernsehen] Otvoreno [‚Offen gesagt’] Programm – als Antwort auf die Frage eines Journalisten zum Wahrheitsgehalt der Behauptung, dass er und Staatspräsident Stjepan Mesic [Ustascha-2.Weltkriegs-Pro-Nazi] Lieder über ‚Jure und Boban’ [Ustascha-Kommandanten] gesungen hätten – ‚es ist möglich, dass sich dies ereignete, es kann nicht ausgeschlossen werden.’“

-- „Croatian Speaker admits he may have sung Ustashe songs with president“ [Kroatischer Sprecher gibt zu, dass er mit Präsident Mesic vielleicht Ustascha Lieder gesungen habe], BBC Monitoring, 15. Dezember, 2006

Ich kann [bei Lexis Nexis] keine einzige Zeitung oder Fernsehanstalt finden, die über diesen zweiten Skandal berichtet hätte

Die Unterdrückung dieser Knüller erhärtet meine Anklage, dass die Medien die Öffentlichkeit über Kroatien falsch informiert haben und ist vereinbar mit der Beschuldigung, dass die Medien, die westlichen Regierungen und Semi-Regierungs-Institutionen eine Kampagne unterstützt haben, die vom notorisch antisemitischen, kroatischen Führer Tudjman lancierte wurde, um den Holocaust zu leugnen – durch erheblich Kürzung der Zahlen der Ermordeten, durch Unterdrückung der Diskussion der führenden Rolle der katholischen Kirche und durch Leugnung der Massenbasis der Ustascha in der kroatischen Bevölkerung.

Jüdischen Organisationen und die serbische orthodoxe Kirche haben sich dieser Leugnung des Holocaust widersetzt. Als Reaktion darauf gab es eine Kampagne, mit dem Ziel, sie dazu zu bringen, Tudjmans Linie zu unterstützen. Diese Kampagne wurde angeführt durch das Goethe-Institut der deutschen Regierung und durch das US-Außenministerium, welches wiederum das Washingtoner Holocaust Museum benützte.

Womit wir bei der Eröffnung der kroatischen Ausstellung im Todeslager von Jasenovac am 27. November 2007 wären.

Die Ausstellung ist von großer politischer Bedeutung, denn obwohl sie jede Diskussion des kroatischen Holocaust Regimes vermeidet, genau so, wie die führenden Rolle des katholischen Klerus und obwohl sie die Holocaust-Leugnungs-Version vorträgt, dass die Ustascha in Jasenovac 70.000 Menschen ermordete statt 600-700.000 oder mehr – trotz alledem

* müssen wir schockiert feststellen, dass die Ausstellung mit gesponsert wird durch Yad Vashem, dessen Encyclopedia of the Holocaust kroatische Leugnungen beim Namen nennt (publiziert 1990, als die Kampagne zur Klitterung der Geschichte des kroatischen Holocaust gerade begann)

* und, genau so schockierend, dass die Ausstellung durch die Anwesenheit des serbischen orthodoxen Bischofs von Slawonien, des serbischen Botschafters und von Efraim Zuroff vom israelischen Büro des Wiesenthal Zentrums abgesegnet wurde.

Dr. Zuroff schrieb einen Artikel über die Ausstellung, in dem kritisiert wurde, dass weder einzelne Ustaschas beim Namen genannt noch die Ideologie erklärt wurde, die es ermöglichte, dass „die in diesem schrecklichen Ort begangenen Verbrechen geschehen konnten“. Aber diese Kritikpunkte sind schwach und eigentlich irreführend, denn für Uneingeweihte versäumt es die Ausstellung nicht nur, zu erklären, weshalb die Verbrechen geschahen, sondern sie verfälscht die Natur der Verbrechen, indem das Jasenovac Todeslager fälschlicherweise als Arbeitslager dargestellt wird.

Überdies schreibt Zuroff voller Respekt von der angeblich modernen kroatischen Ausstellung mit ihren präzisen Statistiken über 69.842“ in Jasenovac Ermordete, unter höhnischer Abfertigung der serbischen Aussagen, dass 700.000 (in Jasenovac) umgekommen sind. Diese Zahl sei so Zuroff – die „unwahrscheinliche“ Hervorbringung von serbischen und kommunistischen Propagandisten.

Und Zuroff führt wieder in die Irre, wenn er die Ustascha-Ideologie als „fanatischen Patriotismus“ beschreibt und dadurch den rassistisch-religiösen Hass trivialisiert, der die Ustascha dazu trieb, das Grosse Kroatien in eine großes Schlachthaus für Hunderttausende zu verwandeln. (Man stelle sich die Definition der deutschen Nazi-Ideologie als ‚fanatischen Patriotismus’ vor.)

Ganz im Widerspruch zu Zuroffs Versuch, das Ausmaß des Massenmordes durch die Ustascha zu minimieren, steht die Website des Wiesenthal Center selbst dafür ein, dass 600.000 Menschen, vor allem Serben, aber auch praktisch alle Juden und Romas aus Bosnien und Kroatien in Jasenovac umgebracht wurden. Ist die Wiesenthal Website das Werkzeug von Serben oder Kommunisten?

Die Wiesenthal Site wurde durch Emperor's Clothes archiviert solange sie noch erscheint – ein Leitstern des Widerstandes gegen den Versuch, Holocaust Leugnung als Holocaust Erziehung zu vermarkten.

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