RETTET DIE FAMILIEN VON ORAHOVAC!

(1.November 1999)

Interview mit drei heldenhaften Frauen und ein Aktionsaufruf.

"Viele Menschen auf der ganzen Welt haben gegen die Bombardierung Jugoslawiens protestiert. Aber erst jetzt, nach der Beendigung des Bombardements, leben wir in Jugoslawien in der schlimmsten Hölle. Serben, Roma, Juden und andere werden aus dem Kosovo vertrieben; ein paar verschwinden, einige sind ermordet und ihre Mörder den Truppen zugesellt, die unter NATO-Kontrolle stehen. Einige, wie die Serben und Roma in Orahovac, sind in einem neuen Warschauer Ghetto eingesperrt." ( nach Auskunft Cedomir Prelincevic', Präsident der jüdische Gemeinde von Pristina vom 23.10.99, der von der Kosovo Befreiungsarmee (UCK und der NATO) aus dem Kosovo vertrieben wurde.

"Es war eine schreckliche Szene, Kinder weinten, während wir Frauen versuchten, die KFOR ( d.h. NATO-Offiziere) zu überzeugen. Der holländische Kommandeur rief: "GENUG! Nur die, die gerade angekommen sind, sollen auf die Lastwagen zurück. Die Kinder müssen dahin zurück, woher sie gekommen sind." Das Weinen nahm zu, Frauen weinten und schrien, und er schrie: "GENUG!" Also gingen wir und die Kinder wurden gezwungen, nach Orohovac zurückzukehren." (Natascha in ihrem Interview weiter unten.)

Es folgen Auszüge aus drei Interviews mit Mitgliedern des humanitären Frauenkomitees von Orohovac. Diese Frauen haben gegen alle Widerstände angekämpft, um ihre Verwandten aus einem Alptraum zu befreien, den in dieser Zusammenfassung zu beschreiben einem die Worte fehlen: Um das Schreckliche zu erfassen, das die NATO (KFOR) angerichtet hat, lesen sie bitte die Interviews.

Am 31.Oktober trug ich diese Interviews auf einem großen Antikriegstreffen in Amsterdam vor. Die Menschen dort waren über die Rolle der niederländischen KFOR Truppen entsetzt. Am 28. sprachen Nico Varkevisser von "Global Reflexion", Cedomir Prelincevic, jüdischer Leiter und Flüchtling aus Pristina und ich mit Abgeordneten der verschiedenen Parteien des Militärausschusses des holländischen Parlaments. Einige waren berührt; zumindest einer (der Christdemokrat) wollte nichts über Orahovac hören. Die holländische Regierung fängt gerade erst an zu realisieren, daß Orahovac auch ihr Alptraum ist; dieser Skandal ist eine Herausforderung an ihre Rechtschaffenheit.

Die Frauen von Orahovac bitten dringend alle anständigen Menschen, sich am internationalen humanitären Komitee für Orahovac zu beteiligen. Die Frauen schlagen vor, dass das Internationale Komitee dazu aufruft:

1.) Bei der holländischen Regierung zu protestieren. (Email und Faxadressen befinden sich am Ende)

2.) Dem internationalen Komitee beizutreten und mitzuhelfen. Email SaveFamilies@aol.com oder schreiben Sie an Orahovac Komitee c/o Global Reflexion, PO Box 59262, 1040 KG, Amsterdam, Holland.

3.) Unterstützt die internationale Abordnung, die nach Orahovac gehen wird, um jeden, der weg will, herauszuholen. Nähere Einzelheiten unter der Überschrift RETTET IHRE FAMILIEN nach den Interviews.

Bitte lesen Sie diese Interviews. Erkennen Sie, was die NATO IN UNSEREM NAMEN tut.

Jared Israel führte die Interviews. Peter Makara war der Übersetzer.

Auszüge aus "In den Kosovo und zurück" von Zoran, einer serbischen diplomatischen Hilfskraft, die vor einem Monat den Kosovo bereiste. Sein vollständiger Bericht kann (auf Englisch) gelesen werden unter: http://www.europa.com/~shinos/emperors-clothes/articles/zoran/&ba ck.htm

INTERVIEW #1 - NATASCHA

Die erste Frau, die wir interviewten, war Natascha, 27 Jahre alt. In Orahovace geboren. Sie studierte in Belgrad bis Dezember 1998 und kehrte dann nach Hause zurück. Im August 1999 floh sie aus Orahovac. Natascha sagt, daß 3.000 Serben in der Stadt geblieben sind. Nachdem sich die jugoslawische Armee im Juni zurückzog und KFOR (NATO) Besatzungstruppen ankamen...

Natascha: "... gingen eintausend Serben oder etwas mehr weg. Orahovac ist insofern einmalig, als so viele blieben, weil wir den Zusicherungen der KFOR glaubten, dass wir sicher seien. Als klar wurde, dass sich die Dinge nicht so entwickeln würden, wollten die Leute gehen. Es wurde ihnen aber verboten. Ausser den Serben blieben 500 - 1000 Roma, oder `Zigeuner'".

WARUM DIE MEISTEN SERBEN IN ORAHOVAC BLIEBEN

Natascha: "Seit April waren sowohl unsere Telefonverbindungen als auch Radio und TV- Verbindungen infolge der NATO-Bombardierungen getrennt. Wir bekamen über das, was im übrigen Land geschah, wenig Informationen. Wir hatten gehört, dass es nach der Unterzeichnung des Friedensabkommens im Juni einen massiven Exodus von Serben aus Prizren und sonstigen Gegenden gegeben hatte. Wir konnten es aber nicht nachprüfen und fragten uns, ob es wahr sei. Inzwischen wurde uns durch westliche Medien immer wieder gesagt, dass unsere Sicherheit garantiert sei - zum Beispiel von der Stimme Amerikas, die wir über Satellit hörten. Sie gebrauchten Formulierungen über eine multi-ethnische, multi-kulturelle Gesellschaft und Demokratie und versprachen, als erstes die UCK zu entwaffnen, und dann ihre Rechtsprechung einzusetzen. "Am Morgen vor der Ankunft der KFOR gab es ein Treffen zwischen ihren Abgeordneten und dem Bürgermeister, einem Serben, und noch anderen Serben, einschließlich des Vorsitzenden der Weinkellereien. KFOR sagte, dass in zwei oder drei Tagen das Leben wieder zur Normalität zurückkehren würde. Am nächsten Tag brannten die Häuser."

MIT DEM EINTREFFEN DER KFOR KOMMEN UCK & TERROR

Natascha: "Mit KFOR kam die UCK. Am selben Tag. Sogar ein paar Nachbarn sah man in UCK-Uniformen. Wir waren entsetzt. Wir fühlten uns auf einmal (im gemischten Teil von Orahovac) nicht mehr sicher und zogen in den serbischen Teil. " Als wir gingen, sahen wir schon, daß serbische Häuser angezündet wurden. KFOR unternahm nichts. Wir beschwerten uns; sie sagten, dass sie nicht genügend Leute hätten. Bald kam Verstärkung an, aber die Situation blieb einen Monat lang so. Mehr als einhundert Häuser wurden abgebrannt. Sie raubten, was sie nur konnten. Ein paar Häuser von "Zigeunern" (Roma) wurden auch angezündet. 25 Leute, die im gemischten Viertel geblieben waren, wurden überfallen und ihre Häuser wurden ebenfalls angezündet.

"Allmählich bemerkten wir des Ausmass unseres Irrtums, hier zu bleiben. Jeden Tag gebrauchte die KFOR neue Ausreden, warum sie uns nicht schützte. Sie sagte: Wir können nicht vor jedes Haus eine Wache stellen. Wir können nicht jedem Serben einen bewaffneten Schutz geben.'

"Der KFOR-Kontrollposten ist nahe beim Ghetto. Die KFOR bewacht den Aus- und Eingang in den serbischen Bereich. Zusätzlich gibt es noch Barrikaden, die die Albaner errichtet haben. Erst trifft man auf die KFOR und als zweites auf die albanische Barrikaden. KFOR hat Zelte an die Albaner ausgeteilt, die auf diesen Barrikaden sitzen. Und sie haben elektrische Leitungen in die Zelte gelegt, um sie mit Stom zu versorgen."

[In seinem Artikel in emperors-clothes berichtet Zoran: "albanische Strassensperren ausserhalb Orahovac sind ehemalige deutsch/holländische Kontrollpunkte. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Albaner diese ohne [KFORs] stillschweigende Billigung oder gar Anstiftung unter ihre Kontrolle bringen konnten. Die Komitees auf den Strassensperren sind bewaffnet. Schwerere Waffen befinden sich in hunderten von Zelten rings um die Barrikaden, vermutlich für Frauen und Kinder. Muskulöse Männer in Trainingsanzügen patrollieren in der Gegend und tragen kleine Feuerwaffen unter ihren Jacken."]

LEBENSBEDINGUNGEN IM GHETTO

Natascha: "Wir wurden in diesem serbischen Sperrgebiet bewacht. Meine Eltern können auf die Strasse gehen, aber es ist gefährlich; zwei Leute wurden draußen auf der Strasse verwundet. Solche, die zu fliehen versuchten, sind verschwunden. "Nach Belgrad gibt es keine Telefonverbindung. Die einzigen Lebensmittel stammen aus humanitären Quellen. Ein "Zigeuner" hat versucht, Lebensmittel aus dem albanischen in den serbischen Teil zu bringen; eine extreme albanische Gruppe sagte ihm, " keine Lebensmittel für die Serben!" Anfangs haben wir einen albanischen Jungen losgeschickt, uns Sachen zu holen. Aber der Junge wurde verprügelt und sie haben ihm gesagt: mach das nicht noch einmal!`

"Das Ghetto ist nur sehr klein. Wasser gibt es unregelmässig: Einmal alle drei Tage zwei oder drei Stunden lang.

"Während der ersten Tage waren viele Reporter da. Später wurden es weniger; Ich habe zweimal mit einem Journalisten von Reuters gesprochen. Das zweite Mal sagte er, dass das erste Interview zensiert und alles gestrichen war.

[Zoran berichtet: "Die ersten Tage nach der Ankunft der KFOR wurden 5 Serben aus Orahovac getötet und 10 unter den wachsamen Augen deutscher Truppen entführt. Serben dürfen nicht einmal zu dem 50 Meter entfernt gelegen Markt oder Gemüseladen gehen. Eine beträchtliche Zahl der Zigeunerbevölkerung hat zusammen mit den Serben gleiches zu erleiden."]

Natascha: "KFOR hat ein einziges Mal einen Brottransport in den serbischen Teil organisiert; darauf waren sie sehr stolz. Wir sehen nur die KFOR auf der Strasse; Versammlungen gibt es nicht. Die Albaner bestimmen alles. Sie haben alles an sich gerissen. Gelegentlich gibt es eine kleine KFOR-Patrouille, aber das Hauptquartier ist im albanische Teil."

[Zoran berichtet: " In Orhovac wurde die frühere Polizeistation in ein Hauptquartier der UCK umgewandelt. Der örtliche UCK- Befehlshaber, der diese Stadt unter sich hat, ist ein Massenmörder namens Ismet Hara, der für die Entführung und brutale Tötung von über 60 serbischen Zivilisten aus Orahovac verantwortlich ist, (deren Körper größtenteils immer noch nicht gefunden wurden). Es erscheint glaubwürdig, daß er einige persönlich umgebracht hat.

"Serben sagen, dass sie viele örtliche Albaner in den Reihen der deutschen KFOR wiedererkannt haben. Vermutlich UCK-Mitglieder, die in Albanien angeworben wurden. KFOR bestreitet das. Ich persönlich habe UCK-Kommandeure mit ihrem Begleitschutz gesehen. Sie waren alle (illegalerweise) bewaffnet, betraten KFOR Stützpunkte mit KFOR-Ausweisen und ohne Behinderung."]

DIE OPFER ENTWAFFNEN

[Zoran berichtet: "In den Anfängen der KFOR/UCK Besetzung haben holländisch/deutsche Baklava Einheiten den Serben im Ort 24 Stunden Zeit gelassen, alle ihre Waffen abzugeben. (Beachte, dass die UCK 3 Monate Zeit dafür erhielt) Die naiven Serben fügten sich. Einige Wochen später betraten die holländisch/deutschen Truppen bei hellem Tageslicht das serbische Viertel, feuerten einige Warnschüsse über die Köpfe der bei einer Kirche versammelten Serben und zerrten Leute aus ihren Häusern. Serbische Zeugen sagen, dass sie die Leute an ihren Haaren gezogen und sie getreten haben.

"Die holländisch/deutschen Truppen verhafteten den serbischen Bürgermeister und zwei andere Serben und beschuldigten sie der `Kriegsverbrechen`. Es gibt keine glaubwürdigen Beweise für diese Anklagen, obwohl die albanische Seite Gerüchte in Umlauf brachte, dass in einem Keller eines Hauses Dokumente entdeckt worden seien, die den Bürgermeister belasten würden."]

Natascha: "Ja, diese Verhaftung war ungeheuer spektakulär. Ich habe gehört, dass die KFOR Masken auf hatte. Sie verhaften den Doktor und den Bürgermeister [und einen Restaurantbesitzer.] Sie beschuldigten sie der Kriegsverbrechen. "Neun Leute wurden insgesamt gefangen genommen. Die zweite 6- köpfige Gruppe waren irgendwelche Leute. Sie hatten mit dem Internationalen Roten Kreuz gearbeitet, das alte und kranke Leute evakuieren wollte. Den sechs wurde gesagt, dass sie gehen könnten. Dann verhaftete KFOR sie am Kontrollpunkt."

[Zoran berichtet: "Aus verläßlichen internationalen Quellen erfuhr ich, dass diese Verhaftungen ein Versuch sind, diese Leute zu "wichtigen Zeugen" für eine fingierte Kriegsverbrecheranklage gegen Serben zu machen und nicht auf Grund tatsächlicher Beweise.

"Das ist die Strategie. Zuerst isolieren sie die Serben, dann hungern sie sie aus, dann werfen sie sie hinaus. Aus diesem Grund kommen sie mit allen möglichen Rechtfertigungen, warum sie die letzten übrig gebliebenen serbischen Zivilisten in diesem monströsen neuen Ghetto halten."

BEZEICHNENDE ZWISCHENFÄLLE

Natascha: "Die Menschen, die den gemischten Teil der Stadt am ersten Tag verliessen, hatten keine Zeit, Gepäck oder ihre Habseligkeiten mitzunehmen. Nicht einmal ihre Dokumente. Ein freundlicher deutscher Unteroffizier war so nett und hat uns eine bewaffnete Eskorte mitgegeben [ auf diese Weise konnten wir das Nötigste mitnehmen] und half uns sogar beim Gepäck. Aber kurz darauf war er verschwunden; wir [Serben] haben ihn nicht mehr gesehen. "In einem anderen Fall sah ein einfacher holländischer Soldat, wie ein Albaner aus einem brennenden Haus herauskam. Der holländische Soldat wollte auf den Brandstifter schiessen, aber sein Offizier hielt ihn davon ab und sie stritten sich. Wir haben diesen Soldaten nachher auch nicht mehr gesehen. Ihr generelles Verfahren war, dass sie Leute, die im serbischen Gebiet patrouillieren, öfters auswechselten, um zu verhindern, dass sie mit den Serben freundschaftlich verkehren.

BRUTALE ROUTINE

Natascha: " In einem anderen Fall stand eine serbische Frau kurz vor der Niederkunft. Sie wollte in die Geburtsabteilung des Krankenhauses in Orahovac. Seit der Ankunft der KFOR besteht die gesamte Abteilung dieses Krankenhauses aus Albanern. Sie erhielt ein KFOR -Eskorte und wurde zu diesem örtlichen Krankenhaus geleitet: Sie meinten dort, dass es eine komplizierte Geburt werden könne und dass sie besser in die grössere Stadt Prizren gehen solle. KFOR stellte eine Eskorte nach Prizren. Die Entbindung war kompliziert und in Gegenwart der KFOR sagte das Krankenhauspersonal, dass sie mindestens 24 Stunden da bleiben sollte. Aber sobald die KFOR weg war, warfen sie sie aus dem Bett und auf den Flur. Dort verbrachte sie auf einer Bank eine Nacht mit ihrem neugeborenen Kind." [Notiz des Herausgebers. Natascha erzählt dann noch, dass, als die KFOR schliesslich kam und die Frau und ihr Kind nach Prizren zurückbrachten, sich ihre Verwandten bei einem diensthabenden Offizier beschwerten. Der Offizier habe geantwortet: `Sie hats doch überlebt. Warum beschweren Sie sich?]

NATASCHA KOMMT IN EINEM KONVOI NACH ORAHOVAC ZURÜCK

[Notiz des Herausgebers: Im August floh Natascha von Orahovac nach Belgrad. Dort drängte sie und zwei andere Frauen mit Verwandten in Orahovac die jugoslawische Regierung dazu, etwas zu unternehmen. Die Regierung verhandelte mit KFOR wegen zwei Konvois mit Frauen nach Orahovac, die von der KFOR geleitet werden sollten. Für Natascha war es die zweite Reise. Nach einem kurzen Besuch trafen sich die Frauen an der serbischen orthodoxen Kirche, damit sie die KFOR zurück zum Kontrollpunkt bringen konnte.]

Natascha: "Ich war da, um meine Eltern für drei Stunden zu besuchen, nachdem ich die ganze Nacht gereist und Schikanen ausgesetzt war: Ich verbrachte mehr Zeit am KFOR - Stützpunkt, als bei meiner Familie. Nach dem Besuch versammelte sich eine Menge bei der Kirche. Sie wollten, dass ihre Kinder aus Orahovac heraus sollten. KFOR wollte kein Aufsehen, also ließen sie uns mit unseren Kindern auf den Lastwagen. Er war ziemlich voll. "Als wir zurück am Kontrollpunkt waren, trennten sie uns Frauen von den Kindern. Sie fertigten eine Liste von den Leuten an, die mit dem Konvoi gekommen waren und sagten, dass diese Leute gehen könnten, aber dass die Kinder (nach Orahovac) zurück müssen."

DIE HÖLLE

Natascha: " Die Kinder fingen an zu weinen; sie wollten mit uns mit. Wir versuchten, die KFOR zu überzeugen, dass sie die Kinder gehen lassen sollten; sie sagten, wenn auch nur eine "zusätzliche" Person mitkäme, würden sie keine Eskorte zur Verfügung stellen. Es versammelten sich schon einige Albaner in der Nähe, um zu beobachten, was geschehen würde. Und es wurde dunkel. Der Trick war, daß die KFOR uns nur bis zum Bus zurück bringen wollte und dass es ab da völlig unsicher sein würde.

"Das ganze Geschehen war schrecklich, Kinder, die weinten, wir Frauen, die die KFOR zu überzeugen suchten. Der holländische Kommandant rief. `Genug! Nur die, die hergekommen sind, sollen auf den Lastwagen, die Kinder müssen dahin zurück, woher sie gekommen sind.` Es gab noch mehr Tränen, die Frauen weinten und schrien und er brüllte: `Genug` Die Kinder müssen zurück."

INTERVIEW # 2 Miriana

Die Frauen verliessen Orahovac und fuhren nach Pristina, der Hauptstadt der Provinz Kosovo. Miriana, die wir als zweite interviewten, erzählte, dass sich als nächstes 6 der Frauen mit dem russischen Assistenten des UN Chefbeauftragten Bernard Kouchner trafen, dessen Name sich Ivancev' aussprach.

Nachdem er ihre Geschichte angehört hatte, sagte er, dass er selber nach Orahovac fahren wolle, um es sich selbst anzusehen, und dass sie mitkommen sollten.

Miriana: "Wir sagten ihm, dass das wirklich wie ein Konzentrationslager aussah, und das es erstaunlich sei, dass so etwas auf der Schwelle zum 21. Jahrhundert noch geschehen könne. Jede einzelne erzählte ihre Erlebnisse. Er sagte, dass er nicht allzuviel über die Serben in Orahovac wüsste. Er tat erst seit anderthalb Monaten hier Dienst. Wir sagten ihm, dass es wirklich eine humanitäre Katastrophe sei. Es tat ihm leid. " Er schrieb alles auf, was wir sagten. Er sagte, dass er mit Hrn. Kouchner am Nachmittag sprechen und dann wieder mit uns Kontakt aufnehmen wolle. Wir gaben ihm unsere Handynummer und sagten ihm, wo wir wohnten. Er versprach, anzurufen. " Er hielt sein Wort und rief gegen 5 oder 6 Uhr an. Er sprach mit unserem Übersetzer Aleksander und entschuldigte sich, weil es Donnerstag sei und er vor Freitag nicht gehen könnte. Wir einigten uns mit ihm darauf, dass wir ihn Freitag Mittag am türkischen Kontrollpunkt [in oder bei Pristina] treffen würden. [Natascha berichtet, dass ein jugoslawischer Abgeordneter in Pristina, Hr. Tomovich, mit der KFOR wegen einer bewaffneten Eskorte, einem begleitenden Arzt und medizinischen Versorgungsgütern für diese Reise verhandelte.]

DIE ZUSTÄNDE IN PRISTINA

Wir wohnten im von Serben betriebenen "Zentrum für Frieden und Toleranz". Die Verhältnisse waren ziemlich furchtbar. Wir hatten keinen Schlafplatz. Es gab weder Wasser noch Strom noch Lebensmittel. Es war wirklich sehr schwer, aber wir dachten an die Lebensumstände unserer Familien in Orahovac und so warteten wir auf den nahenden Freitag, an dem wir wieder unsre Familien sehen sollten und ihnen helfen wollten. "Gerade gegenüber des Zentrums waren Lebensmittelgeschäfte. Aber wir konnten nicht über die Strasse und etwas kaufen, weil wir Serben waren. Darum gaben wir den Soldaten Geld, um für uns etwas einzukaufen. Unsere Übersetzer oder diese Soldaten gingen dann über die Strasse und kauften für uns Äpfel oder anderes."

KFOR ÄNDERT IHRE MEINUNG

Miriana: " Morgens um vier gab es Wasser und wir machten uns schnell fertig. Um 9:30 gingen wir raus in den Hof und warteten auf die KFOR Eskorte. Zwei jugoslawische Abgeordnete warteten ebenfalls. Aber die Eskorte kam nicht. Es wurde 10 Uhr, 11 Uhr; halb 12. Wir verloren langsam die Hoffnung, dass wir noch bis Mittag den türkischen Kontrollpunkt erreichen würden. Unser Abgeordneter [Name nicht entzifferbar] sagte, dass die deutschen KFOR Truppen [die in Orahovac das Kommando hatten] jetzt scheinbar einen vom Internationalen Roten Kreuz unterschriebenen Erlaubnisschein verlangten, damit wir nach Orahovac kommen würden. "Wir merkten, dass etwas schief gelaufen war. Also sagten wir zu einem britischen Offizier, er war in Uniform: `Geben Sie uns eine Eskorte; Lassen sie uns gehen.`

"Darauf ging der Mann, den wir unter einer Million NATO-Soldaten jederzeit wiedererkennen würden, ins KFOR Hauptquartier. Er kam zurück und fragte, würden Sie eventuell auch morgen, aber ohne Eskorte und Übersetzer nach Orahovac zurückkehren; und wenn ja, sind sie bereit jederzeit, bedingungslos den Anweisungen des deutschen Kommandos dort Folge zu leisten? D.h. wir ganz allein und ohne Erkorte. Nur die Frauen, sogar ohne den Arzt. Wir sollten um 8 Uhr früh erscheinen und genau den Befehlen der Deutschen Folge leisten.

"Wir sagten also, dass wir sogar unter diesen Bedingungen bereit seien, dass wir aber einen Brief haben wollten, in dem diese Bedingung schriftlich formuliert seien. Der britische Offizier sagte: kein schriftliches Dokument. Wir bestanden darauf. Er sagte: nein.

"Es stand eine weitere Nacht bevor. Als deutlich wurde, dass diese Verhandlungen zu nichts führten, sagten wir: "Na gut, dann geben Sie uns eine Eskorte nach Serbien zurück. Er sagte sofort: gut; innerhalb von 45 Minuten hätten wir eine Eskorte. "Wissen Sie, wir haben deswegen auf einem Dokument bestanden, dass für den Fall, dass wir verschwunden wären, wenigstens etwas aufgezeichnet gewesen wäre. Der Autobus, den wir benutzten stammte aus Serbien, mit grossen kyrillischen Buchstaben darauf. Also lag es sehr nahe, dass wir verschwinden würden. Sie hätten die Geschichte dann so verbreiten können, dass sie versucht hätten, eine bewachte Tour zu organisieren, dass die Frauen aber entgegen der Wünsche der KFOR darauf bestanden hätten, alleine zu fahren und darum dieser bedauerliche Vorfall passiert sei. Der mit den verständlichen Rachegefühlen der Albanier gegen die serbischen Unterdrücker usw. usw. ... Es war so durchsichtig, dass es selbst ein kleines Kind durchschaut hätte. Wir hatten gehofft, dass wir auf unserer Reise ein paar gute Menschen auf Seiten der Besatzungstruppen finden würden, dass es den einen oder anderen gäbe, aber wir haben eingesehen, dass es keine gab.

INTERVIEW #3: SIMCA

Simca lebte viele Jahre in Belgrad, aber unterhält viele enge Verbindungen mit ihrer Familie und Freunden in Orahovac, indem sie sie öfters anruft und besucht. Simca: "Bis zum 9. April hatte ich telefonischen Kontakt. Danach konnte ich nur raten. Die Verbindung zwischen Belgrad und Pristina arbeitete fast die ganze Zeit, aber im Gebiet Metohjia nach Albanien hin waren die Telefonverbindungen unterbrochen. Während der Bombardierung waren wir durch E-Mails in Verbindung; es dauerte 20 Tage, manchmal einen Monat, aber wir blieben in Verbindung. Sie müssen wissen, dass wir seit Juni auf die jugoslawische Regierung Druck ausgeübt haben, damit sie eine Reise dorthin organisiert."

Simca war eine von zwei Frauen, die die erste Fahrt nach Orahovac zurück gemacht hatten.

Simca: "Auf dieser Fahrt waren nur zwei Frauen aus Orahovac. Ich war eine davon. Wir hatten drei grosse Lastwagen mit Hilfsmitteln. Als wir den holländischen Kontrollpunkt in Orahovac erreicht hatten, sagte der holländische Offizier, dass ein Lastwagen in das serbische Gebiet weiterfahren könnte, aber wir beiden Frauen nicht. Sie luden den zweiten Lastwagen ab, um zu sehen, was drauf war, und liessen dann den zweiten Lastwagen hinein.

"Ich befürchtete, dass ich meine Verwandten überhaupt nicht würde sehen können. Ich fing an zu weinen und bat einen der Soldaten: "Bitte, bitte" Aber er machte nur eine Handbewegung die so etwa sagen sollte: „Gehen sie zu den anderen, gehen sie zu der Gruppe zurück." Auf einmal sah ich in der Nähe einen Mann, einen Zivilisten; es war mein serbischer Nachbar. Ich war ganz überrascht. Er sieht vielleicht ein bißchen wie ein Albaner aus. Ich sagte: „Wie kommmt es, dass Sie hier so frei rumlaufen?“ Er antwortete: „Ach, sie sind etwas desorientiert, sie meinen ich wäre Albaner.“ Er war also frei und ich sagte: „Bitte sagen sie nicht meiner Mutter, dass ich hier bin.“ Meine Mutter hat ein Herzproblem. Ich wollte nicht dass mein Nachbar ihr erzählt, dass ich hier sei und sie, wenn ich sie nicht sehen könnte, krank würde. Wenn Albaner durch diesen Kontrollpunkt gehen, werden sie nicht einmal angehalten. Sie winken nur, die KFOR winkt zurück; nur wir werden angehalten. Die Albaner klatschen in die Hände und rufen „NA-TO, NA-TO!“ Und die holländischen Leute sind sehr freundlich gegenüber den Albanern.

"Mein Nachbar hörte nicht auf mich. Er ging und erzählte es meiner Familie. Und auf einmal sah ich, wie mein Bruder und meine Schwester auf mich zukamen. Der holländische Offizier stellte sie sofort in eine Reihe auf und stellte eine Barrikade mit Stacheldraht auf. Da stand also ich, dann die Soldaten, dann der Stacheldraht und dann mein Bruder und meine Schwester auf der anderen Seite. Ich stand auf der einen Seite und weinte, mein Bruder und meine Schwester auf der anderen Seite." [Simca weinte, als sie das erzählte.] Simca: " ich kniete mich hin und bettelte auf Englisch, `das sind mein Bruder und meine Schwester, bitte helfen sie mir.` Aber er winkte nur ab und sagte, `Nein, nein` ( deutsch im Original!) Der Gebrauch des deutschen Wortes `Nein` brachte den Interviewer durcheinander und es folgte nachstehender Wortwechsel zwischen ihm dem Übersetzer und Simca:

Jared: "Ist das das holländische Wort für `nein`? Das ist nicht holländisch."

Simca: "Ich dachte, wenn ich ihn auf Englisch anspreche, dass er mir dann auf Englisch antwortet. Aber er sagte `Nein, nein`.

Jared: " Aber das ist ein deutsches Wort."

Simca: "Ich weiß das."

Jared: "Aber er war Holländer."

Übersetzer: "Sie weiss das. Das wollte sie damit sagen."

[Simca fährt mit ihrem Bericht fort:]

"Dann erschien unser `Freund' der holländische Major und ich erklärte ihm, dass das mein Bruder und meine Schwester wären. Er hatte ein Herz und sagte den Soldaten, dass diese beiden, mein Bruder und meine Schwester, durchgelassen werden könnten. Da konnte ich meinen Bruder und meine Schwester umarmen. Mein Bruder zeigt nicht seine Gefühle. Ich habe ihn auf meines Vaters Beerdigung nicht weinen gesehen. Aber als er kam und mich in den Arm nahm, da weinte er auch. Es war furchtbar. Die anderen Leute hörten, dass jemand aus Belgrad gekommen war, und auf einmal bewegten sich alle massenhaft auf den Kontrollpunkt zu, obwohl das sehr riskant für sie war.

"Als unser `Freund` dieser holländische Major auf einmal so viele Leute kommen sah, entschied er angesichts der Gefahr eines Zwischefalls, dass es vielleicht besser wäre, die Frauen hereinzu lassen. So kamen wir hinein. Ich kann es schwer in Worte fassen, was da passierte. Die Leute umringten uns und fragten, `was ist los`, `hat man uns vergessen?` `Wie kommen wir heraus?` Fragen, Tränen und Befürchtungen. "Meine Mutter war nur 5 Meter weg, aber sie konnte nicht zu mir, weil die Menge so dicht war. Sie sahen uns an, als wenn wir von einem anderen Stern wären, wie wenn wir Götter gewesen wären und mussten uns anfassen und uns Fragen stellen. Diese Menschen erhalten keine Zeitungen, sie haben kein Fernsehen, die Telefone gehen nicht.

"Ich bat diesen Major, dass er meine Schwester und ihre Kinder herauslassen solle. Aber er sagte: `Nein! Nur die hereingekommen sind können wieder heraus.`"

DIE DURCHSUCHUNGSMETHODEN DER KFOR

Simca: "Die Einlassprozedur war erstaunlich. Sie photographierten unsere Ausweise. Eine Frau durchsuchte mich. Ich musste meine Arme hochheben und die Beine spreizen und sie tastete mich überall ab, wie wenn sie nach Waffen suchte. Genau wie im Kino. Ich habe mich vorher beschissen gefühlt und danach war ich fertig. "Zuerst schauen sie ins Auto, sehen unter die Sitze, sehen innen und aussen nach. Sie fotografieren die Dokumente. Dann tasten sie mit ihren Händen über deinen ganzen Körper und dann tun sie das gleiche mit der nächsten Person. Ich hatte Kekse und Schokolade für die Kinder meiner Schwester mitgebracht, sie haben die Packungen aufgerissen, haben sie ausgeleert und das Innere nach Aussen gedreht.

Simca wurden nur zweieinhalb Stunden Besuchzeit in Orahovac erlaubt.

Simca: "Mitten in den Vorbereitungen zum Aufbruch waren auf einmal eine Anzahl Jugendlicher, Jungen und Mädchen mit Gepäck da. Sie standen plötzlich mit Koffern da; das gleiche geschah mit dem zweiten Konvoi. Ich habe nicht lange mit meiner Mutter zugebracht, ich muss das zugeben. Ich habe meine ganze Aufmerksamkeit darauf verwendet, wie ich meine Schwester und ihre kleinen Kinder retten könnte. Das jüngste ist zwei.

[Der Übersetzer kommentierte: "das ist ein serbischer Charakterzug, die jüngere Generation zu retten. Die Alten sind in der Not nicht so wichtig." Es dauerte einen Moment, bis der Interviewer diese Bemerkung erfasst hatte: Die Serben kannten das schon.]

Simca: "Während der Abfahrt sorgten sie dafür, dass die Leute getrennt blieben. Da standen wir zwei, dann eine Reihe Soldaten, dann der Stacheldraht, noch eine Reihe Soldaten auf der anderen Seite. Dann deutsche Polizei mit roten Käppis, die eine weitere Mauer bildeten. Wir sollten gegen 5.30 Uhr abfahren, aber es dauerte bis um zehn Uhr dreissig. Das Problem war, dass 3 junge Mädchen durch die Reihen schlüpften und in den Jeep eines Journalisten, der uns begleitet hatte, gestiegen waren. Dieser Journalist stritt heftig mit den KFOR und verlangte, dass die Mädchen ausreisen dürften.

"Immer mehr Leute kamen aus dem serbischen Teil zum Kontrollpunkt. Der Journalist sagte, er würde es nicht zulassen, dass die Mädchen aus dem Jeep geholt würden: Die KFOR müsste ihn vorher erschießen. Darauf hat der Major, der die ganzen Leute um sich sah und nach diesem langen Streit Schwierigkeiten befürchtete, den Jeeep mit den drei Mädchen fahren lassen. Er war sehr wütend. Er sagte, "Na gut, sie können abfahren. Aber sie haben sich nicht an die Regeln, die für diesen Besuch galten gehalten!"

***

[In einem späteren Interview ( am 31. Oktober ), hat Simca eine Unterhaltung mit Hrn. Ivancev, dem russischen Assistenten von UN- Kosovo-Beauftragten Kouchner, wiedergegeben, die am 29. Oktober stattfand. Ivancev erzählte ihr, dass sie die Serben in Orahovac als Geisel hielten, da die Albaner der KFOR eine Liste mit 200 Kriegsverbrechern übergeben haben.]

Simca: "Ivancev sagte, `Dass sich die Kriegsverbrecher unter den Serben verstecken.` Ich fragte ihn: `Und was ist mit den Kindern? Warum haben sie sich seit 4 Monaten geweigert, die Kinder freizulassen?` Er sah unglücklich aus. `Diese Frage habe ich Herrn Kouchner auch gestellt,`sagte er. Er sah so unglücklich aus, dass er mit beinahe leid tat.

RETTET DIE FAMILIEN VON ORAHOVAC!

Diese Situation schreit nach sofortigem Handeln. Das Leben einer ganzen Gemeinde steht auf dem Spiel. Sie sind verurteilt; sie haben keinen RECHTSSCHUTZ. Sie haben uns gebeten, JETZT einzuschreiten, bevor alle Leute getötet sind!

Es wurde ein Internationales Menschenrechtskomitee für Orahovac gebildet. Es umfasst die Frauen von Orahovac in Serbien, Menschen in Holland und den USA. Bitte schliessen Sie sich uns an und helfen sie mit, diese Botschaft zu verbreiten.

Wenn sie auf irgendeine Weise mithelfen wollen nehmen sie bitte Verbindung auf mit:

SaveFamilies@aol.com

WAS SIE SOFORT TUN KÖNNEN

Schließen Sie sich dem Komitee an. Um sich uns anzuschließen, schicken Sie uns eine E-Mail oder schreiben Sie uns an die unten angegebene Adresse. Schließen Sie sich uns persönlich an oder im Namen einer Gruppe und teilen Sie uns das mit.

Beteiligen Sie sich an der oder unterstützen Sie Delegation nach Orahovac. Diese internationale Delegation wird NACH ORAHOVAC gehen und jeden, der will, herausbringen.

Wenn sie eine Spende schicken wollen, dann tun Sie das bitte. Alles Geld, das über die Ausgaben des Komitees hinausgeht, wird den Menschen von Orahovac zur Erleichterung ihres Lebens übergeben werden. Einzahlungen an:

Orahovac Committee c/o GlobalReflexion, PO Box 59262 1040 KG, Amsterdam, Holland.

Bitte senden sie die folgende Botschaft an die offiziellen holländischen Stellen und bitten Sie ihre politischen, beruflichen, geschäftlichen oder andere Partner und Institutionen, sich Ihnen anzuschliessen.

Rufen Sie auch Ihre örtliche holländische Borschaft an teilen Sie ihr per Telefon oder Fax ihre Ansicht und Gefühle mit. Hier ist ein Textvorschlag, Sie können ihn natürlich völlig nach Ihren Wünschen abändern.

-WIR FORDERN, dass die KFOR-Truppen Sicherheit, Lebensmittel, Wasser, Elektrizität und Telefon - normale Lebensbedingungen - für Serben und andere Nichtalbaner in Orahovac garantieren.

-WIR FORDERN, dass KFOR-Truppen die Bewegungssicherheit von JEDERMANN in Orahovac garantieren.

- WIR FORDERN, dass die KFOR- Truppen umgehend eine GESCHÜTZTE Busverbindung von Orahovac in den jugoslawisch-kontrollierten Teil Serbiens einrichten.

FAX #'S AND EMAIL ADDRESSEN Government:

Mr. J.J. van Aartsen, Minister of Foreign Affairs - m@alglei.minbuza.nl Mr. F.H.G. de Grave, Minister of Defense - http://www.mindef.nl/english/form.htm

Parliament: Mrs. J. van Nieuwenhoven, President of the Second Chambre of the parliament - Nieuwenhoven@tk.parlement.nl Mrs. Margreeth de Boer, President of the parliamentary commission on Foreign Affairs - M.deBoer@tk.parlement.nl Mr. Gerrit Valk, President of the parliamentary commission on Defense - Valk@tk.parlement.nl

Government parties: Mr. A.P.W. Melkert, President of the Labor Party - A.Melkert@tk.parlement.nlMr. H.F. Dijkstal, President of the Liberal Party - H.Dijkstal@tk.parlement.nl Mr. Th.C. de Graaf , President of the Democratic Party - Th.deGraaf@tk.parlement.nl

Opposition parties: Mr. J.G. de Hoop Scheffer, President of the Christen-Democratic Party deHoopScheffer@tk.parlement.nl Mr. P. Rosenmoller, President of the Green Left Party - P.rosenmoller@tk.parlement.nl Mr. J.G.C.A. Marijnissen, President of the Socialist Party - J.Marijnissen@tk.parlement.nl Mr. B.J. van der Vlies, President of the Protestant Reformed Party - B.J.vanderVlies@tk.parlement.nl Mr. L. van Dijke, President of the Reformatoric Party - L.vanDijke@tk.parlement.nl Fax numbers: Mr. W. Kok, Prime Minister: ++ 31 70 356 4683 Mr. J.J. van Aartsen, Minister of Foreign Affairs: ++ 31 70 348 5098 Mr. F.H.G. de Grave, Minister of Defense: ++ 31 70 318 7888 Mrs. J. van Nieuwenhoven, Pres. Second Chambre of the parliament: ++ 31 70 365 4122

Government parties: The Labour Party: ++ 31 70 318 2797 The Liberal Party: ++ 31 70 318 2924 Democratic Party: ++ 31 70 318 3625 Opposition parties: The Christen-Democratic Party: ++ 31 70 318 2602 The Green Left Party: ++ 31 70 318 2685 The Socialist Party: ++ 31 70 318 3803 The Protestant Reformed Party: ++ 31 70 318 2847 The Reformatoric Party: ++ 31 70 318 2933 The Protestant Reformed Union: ++ 31 70 318 2665

***

Weitere Artikel finden Sie (teilweise auch in deutscher Sprache) bei The Emperor´s New Clothes, indem Sie zu: http://www.emperors-clothes.com gehen.

Sie sind eingeladen, diesen Artikel weiter zu verbreiten. Wir bitten Sie
allerdings, die Quellenangabe
www.emperors-clothes.com nicht zu vergessen!
Danke! 

***

DRINGLICHER AUFRUF! (11. August 2001)

WIR DANKEN ALLEN, DIE UNS BISHER FINANZIELL UNTERSTÜTZT HABEN!

EMPEROR´S CLOTHES BEDARF IMMER NOCH IHRER HILFE!

Von der George Soros-Stiftung wird Emperor´s Clothes nicht finanziert. Unsere einzige Geldquelle sind Menschen wie Sie. Alle Beiträge helfen.

Unser Tätigkeitsbereich ist größer geworden, unsere Einnahmen leider nicht. Rechnungen für Telefongespräche und andere Kosten für die letzten Monate können wir nicht bezahlen. Derzeit können wir nur noch Ortsgespräche führen, alle anderen Telefondienste sind uns abgedreht worden.

Weitere größere Beträge entfallen unter anderem auf Lexis, unsere wichtigste Suchmaschine. Wichtige Ausstattungsgegenstände wie etwa einen guten Laptop Computer und erforderliche Grafiksoftware können wir uns einfach nicht leisten.

Fern- und Überseegespräche führen wir für Interviews (wenn wir einen Dolmetscher brauchen, sind sie umso aufwendiger), Beratungen mit Autoren, um den Wahrheitsgehalt von Informationen zu überprüfen und um Probleme bei Übersetzungen zu klären. Wir sind auch Medien außerhalb von Emperor´s Clothes behilflich.

Mittels Ferngesprächen standen wir in ständiger Verbindung mit den Menschen, die das Haus von Präsident Milosevic bewachten, als es am 28. und 29. März angegriffen wurde. Deshalb konnten Sie genaue Berichte auf Emperor´s Clothes lesen – der einzigen ehrlichen Quelle für wahre Berichte.

Nach diesen Angriffen konnten wir direkt mit Menschen sprechen, die an den Verhandlungen zwischen Präsident Milodevic und den derzeitigen serbischen Behörden beteiligt waren. So wussten wir aus erster Hand, dass der Bericht der „New York Times" über angebliche Selbstmorddrohungen Milosevics erlogen war.

Unsere Telefonrechnungen betragen über tausend Dollar monatlich. Unser Zugang zu Ferngesprächen und internationalen Diensten ist abgedreht worden, weil unser Zahlungsrückstand fast $ 5.000.- beträgt. Wenn es so weiter geht, wird unser Telefonanschluss überhaupt gesperrt werden. Über $ 1.500.- müssen wir für Lexis bezahlen, unser wichtigstes Instrument für Recherchen, mit dem wir die Genauigkeit von Zitaten und Berichten aus Zeitungen aus den letzten 20 Jahren überprüfen können.

Wenn alle, denen an Emperor´s Clothes gelegen ist, einen Beitrag leisten, sind wir sofort alle unsere finanziellen Sorgen los.

Wenn jeder mit einer Spende beiträgt - $20, $50, $100 oder $1.000 – sind wir im Nu aus der Gefahrenzone heraußen.

So können Sie uns helfen …

1 – der einfachste und verlässlichste Weg - rufen Sie USA 617 916-1705 (am besten in der Zeit von 03.00 - 11.00 mitteleuropäische Zeit) an. Wir nehmen dann Ihre Kreditkarteninformation telefonisch entgegen.

2 – oder benützen Sie unseren sicheren Server, indem Sie zu: http://emperors-clothes.com/german/howyourg.htm#donate gehen. (Wenn Sie den sicheren Server benutzen, senden Sie uns bitte eine Verständigung an emperors1000@aol.com.)

3 - oder schicken Sie uns einen Scheck an Emperor´s Clothes, P.O.Box 610-321, Newton, MA 02461-0321 schicken.

DANKE!