Einleitung von Jared Israel

Am 13. November 1999 brachte die Amsterdamer Morgenzeitung Trouw einen Bericht über Vorwürfe der niederländischen Friedensbewegung, Emperor´s Clothes und des jüdischen Vorstehers Cedomir Prlincevic, dass Orahovac in Kosovo ein neues Warschauer Ghetto sei.

Autor dieses Artikels war Abe de Vries. Nachdem er kurz Herrn Prlincevic zitiert, bringt dieser Artikel eine lange Antwort des holländischen KFOR-Kommandanten Tony Van Loon, der in Orahovac arbeitet. Trouw hatte ursprünglich Interviews mit Herrn Prlincevic und mir vereinbart, dann aber abgesagt. Statt dessen brachten sie diesen Artikel, in dem unsere Vorwürfe beantwortet wurden, ohne wertvollen Platz für ihre Ausführung zu verschwenden.

Wir arbeiteten diesen Monolog des KFOR-Kommandanten) in eine Diskussion um, indem wir den Argumenten Van Loons die Stellungnahmen der beiden Leiterinnen des Humanitären Frauenkomitees Orahovac, Simka Kazazic und Natasha Grkovic hinzufügten.

”Gelbe Reiter”
 

Von Abe de Vries, mit Kommentaren von Simka Kazazic und Natasha Grkovic.

Zuerst ein Zitat von Col. Van Loon

Artikel: “Wenn Albaner und Serben irgendwo in Kosovo zusammenleben können, dann in Orahovac.“

Simka: Ungefähr 4.00 Serben haben in Orahovac gelebt. Jetzt möchten die restlichen 2.400 Serben und einige hundert „Zigeuner“ verzweifelt wegziehen, obwohl sie dadurch alles verlieren würden. Zeigt das nicht, welche Art des „Zusammenlebens“ KFOR „möglich“ gemacht hat? Zeigt das nicht, dass KFOR Krieg gegen ein Volk geführt hat?

Wachsende Kontakte zwischen den Bevölkerungsgruppen?

Artikel: Col. Van Loon sagt: “Nach fünf Monaten haben wir Kontakte vorsichtig und langsam erneuert, aber jetzt gibt es immer mehr Kontakte zwischen den Bevölkerungsgruppen. Es brauchte viel Überzeugungsarbeit unsererseits, bis wir Treffen zwischen den Leitern verschiedener Geschäfte einrichten konnten, sodass jetzt die albanische Müllabfuhr den Abfall der Serben mitnimmt und ein albanisches Geschäft Lebensmittel in das serbische Dorf bringt, erst mit Begleitschutz, aber jetzt allein.

Simka: Das ist mit neu. Ich kam gerade letzten Samstag von einem Besuch in Orahovac zurück. Die Situation dort war in der Tat schlechter – ich wiederhole, schlechter – als vor zwei Wochen. Die Serben waren sechs Tage ohne Strom. Sie bekamen eine Stunde lang alle zwei oder drei Tage Wasser. Sie bekamen etwas Paprika das erste Mal nach der Ankunft von KFOR. Ich glaube, dieser wurde von einer katholischen humanitären Organisation gebracht. Nur schlimm, dass wir keine Lebensmittel haben, die wir damit würzen könnten. Sicherheit, Lebensmittel, Strom, Kommunikation mit der Außenwelt – nichts hat sich geändert oder ist schlechter geworden. Wir sind dankbar für den Paprika.

Aber Van Loon sagt, dass es besser geworden ist. Wir sollten das sofort den Serben in Orahovac mitteilen: sie werden erstaunt sein und sich freuen. Dummerweise ist ihre einzige Kontaktmöglichkeit zur Außenwelt ein Satellitentelefon, das sie die KFOR eine Minute pro Person und Woche benutzen lässt (das ist nicht übertrieben!). Ich werde wohl auf meinen nächsten Besuch warten müssen, um sie über die Verbesserung ihrer Bedingungen zu informieren.

Natasha: Ich war zwei Monate in Orahovac, nachdem die KFOR gekommen war, dann konnte ich flüchten. Inzwischen war ich wieder dort. Ich kann aufgrund eigener Beobachtung bezeugen, dass die serbischen Menschen nicht in das Geschäft gehen dürfen. Van Loon behauptet, dass Albaner Lebensmittel in serbische Dörfer liefern? Er übertreibt. Die einzigen Lebensmittel, die die Serben bekommen, kriegen sie von humanitären Hilfsorganisationen.

Wenn Van Loon die Wahrheit sagt über Treffen zwischen albanischen und serbischen Anführern, wissen zumindest die Serben nichts davon. Diese Anführer müssen von KFOR gewählt worden sein. Der legitime serbische Repräsentant (der Bürgermeister) wurde verhaftet und wird in einem KFOR-Gefängnis ohne gesetzliche Vertretung festgehalten.

Ruf doch mal an …

Artikel: (Als Beweis dafür, dass sich die Beziehungen zwischen den Bevölkerungsgruppen verbessern, sagt Van Loon:) „Die Serben rufen wieder ihre albanischen Nachbarn an, zum Beispiel um zu fragen, ob jemand eine Landmine in ihr Haus oder auf ihr Grundstück gelegt hat ... die Leute wollen weiterleben, eine Tatsache, die ich sehr positiv finde.“

Simka: Das musste ich zweimal lesen. Das ist für KFOR ein Beispiel für die Verbesserung der Beziehungen? Den Nachbarn anrufen, ob er nicht vielleicht eine Mine gelegt hat? Sehr ermutigend.

Vor KFOR nach Kosovo kam, führten wir ein ziemlich normales Leben. Es wurde schlechter im Juli 1998, als die UCK mit ihren Angriffen begann, seither gibt es Spannungen – aber nichts in der Art des reinen Terrors und Elends, in dem unsere Familien jetzt leben.

Natasha: Meine Familie und ich flüchteten aus unserer gemischten Nachbarschaft, nachdem KFOR und UCK in Orahovac einmarschierten. Kurz danach rief ich meine alte Telefonnummer an. Ein Albaner hob ab und wir sprachen miteinander. Dieser Albaner erklärte mir geduldig, die UCK hätte ihm unser Haus samt Einrichtung gegeben, was wollte ich also? War dieses Gespräch zwischen einer Serbin und einem Albaner ein „positives“ Zeichen, ein Beispiel dafür, dass „die Leute weiterleben wollen“?

Kriegsverbrechen? Oder Vorbereitung eines Schauprozesses?

Artikel: “Wir haben einen ziemlich guten Überblick über die Kriegsverbrechen, die hier begangen worden sind”, sagt Van Loon mit seinen Landkarten und Organisationsplänen. Die meisten Ermittlungen werden geführt von Untersuchungsteams des „Internationalen Tribunals für das ehemalige Jugoslawien“, von Scotland Yard, vom deutschen Geheimdienst und unserem eigenen Team. Wenn die Leute sagen, dass das nicht stimmt (dass die 400 Leichen Zivilisten sind), dass das tote UCK-Leute sind, dann irren sie sich einfach. Wir haben solche (tote UCK-Leute) gefunden, aber nur wenige.

Simka: Ich kann nur sagen: die Serben in Orahovac haben keine Kriegsverbrechen begangen, genauso wenig wie die Polizei oder die jugoslawischen Truppen. Die KFOR hält unsere Verwandten seit fünf Monaten fest, während sie diese Farce einer „Untersuchung“ inszeniert, gerade weil sie keine Beweise haben. Keine. Wenn sie Beweise hätten, wären sie in ein paar Tagen fertig. Dahinter steckt, dass sie die Moral der Menschen brechen wollen, damit einige als „Zeugen“ gegen willkürlich gewählte „Kriegsverbrecher“ verwendet werden können. Sechs dieser Menschen wurden an einem KFOR-Kontrollpunkt verhaftet, nachdem das Internationale Rote Kreuz ihre Entlassung aus dem Ghetto verhandelt hatte, da sie krank waren. Sie waren eine zufällig ausgewählte Gruppe, selektiert vom Roten Kreuz! Merkwürdiger Zufall, dass alle von ihnen gefährliche Kriegsverbrecher sind, nicht wahr?

In Orahovac und in den umliegenden Städten wurde NICHT EIN EINZIGES Massengrab gefunden. Einige sporadische Fälle von Mord werden während der Bombenüberfälle geschehen sein – erinnern Sie sich, dass es damals den Krieg gegen die UCK gab, und schlimme Dinge geschehen IN JEDEM KRIEG, besonders in einem Krieg, in dem einfache Menschen ihre nackte Existenz verteidigen müssen, ihre Häuser und ihr Eigentum.

Prlincevic vs. Van Loon

Anmerkung von Emperor´s Clothes: Die Zeitung schreibt dann über 400 albanische Opfer von Kriegsverbrechen. Später erwähnt sie eine Erklärung des Vorstehers der jüdischen Gemeinde in Kosovo, Cedomir Prlincevic.

Herr Prlincevic war Ende Oktober in Holland. Während seines Besuchs sprach er auf einem Treffen, das einberufen worden war, um die Grausamkeiten in Kosovo seit der KFOR-Okkupation publik zu machen. Der Artikel erwähnt dieses Treffen.

Artikel: Der Vorsteher der jüdischen Gemeinde in Kosovo, Cedomir Prlincevic, sagte vor kurzem auf einer Konferenz in Amsterdam, dass das niederländische Militär ein neues Warschauer Ghetto geschaffen hat. Lt. Colonel Van Loon sagte dazu: „Sie sind in einem Ghetto. Ich streite das nicht ab. Wir bewachen die Bewohner; das stimmt.“

Simka: Van Loon sagt, er bewacht uns. Später sagt er, er hält uns fest, weil wir Kriegsverbrecher unter uns haben – und legt damit nahe, er würde uns nicht gehen lassen, ehe wir diese nicht existierenden Leute ausliefern. Was ist es nun? Schutz oder Bestrafung?

Das Warschauer Ghetto existierte im Zweiten Weltkrieg unter der Nazityrannei. Wir Serben kennen die Geschichte des Zweiten Weltkriegs gut genug, da fast eine Million von uns ermordet worden ist, gemeinsam mit unseren jüdischen Landsleuten in faschistischen Todeslagern in Jugoslawien. Das Ghetto von Orahovac existiert an der Schwelle zum 21. Jahrhundert in einem sogenannten freien, demokratischen Europa.

“Sie dürfen gehen”

Artikel: Van Loon: “Ihre Bewegungsfreiheit wird zwangsläufig eingeschränkt werden müssen, bis sich die Lage normalisiert hat. Sie dürfen gehen, aber wir können ihnen keinen (bewaffneten) Begleitschutz zur Verfügung stellen; schon deswegen nicht, würde ich sagen, weil wir untersuchen, ob Kriegsverbrecher unter ihnen sind. Sie wissen, wer die Kriegsverbrecher sind, sagen es uns aber nicht.“

Natasha: Wäre es nicht logisch, dass, hätte es in Orahovac Kriegsverbrecher gegeben, diese davongelaufen wären, bevor die KFOR kam? Und warum lassen sie DIE KINDER nicht gehen? Sind diese auch Kriegsverbrecher? Und außerdem, sind das Festhalten von Serben gegen ihren Willen, unter den schlimmstmöglichen Bedingungen einschließlich Hunger und ständiger Gefahr, attackiert zu werden, die Wegnahme ihres Eigentums, ihre Verhaftung ohne auch nur den Anschein von Gesetzmäßigkeit – sind das nicht auch Kriegsverbrechen? Die KFOR soll sich selber einsperren.

Kriegsverbrechen wurden in Orahovac im Juli letzten Jahres von der UCK begangen. Sie griffen die Stadt an und entführten mehr als 50 Zivilisten, die meisten von der Straße oder aus ihren Häusern gezerrt. Einer davon war mein Schulfreund, Srdjan Vitosevic. Er war auf dem Weg in die Apotheke in der Nähe, um Medizin für sein neugeborenes Baby zu kaufen. Wird die KFOR die Leichen dieser entführten Menschen finden und ihre armen Gebeine als Beweis für serbische Kriegsverbrechen präsentieren?

Simka: Es stimmt einfach nicht, dass die Serben Orahovac “verlassen dürfen”. Ich weiß das aus eigener Erfahrung, da die holländischen KFOR-Truppen bei drei Besuchen mir nicht erlaubten, meine Schwester und ihre drei Kinder mitzunehmen. Beim letzten Mal sagte mit ein deutscher Major offen, dass, wenn sie in dem Lieferwagen, in dem ich nach Orahovac gekommen war, sein würden, er uns KEINEN militärischen Schutz geben würde, obwohl die Militäreskorte bereitstand und Begleitschutz geben würde, wenn ich nicht versuchte, die Kinder mitzunehmen. Als ich fragte warum, antwortete er, er „könne für die Sicherheit nicht garantieren“. Auf wiederholte Fragen, warum er mich, aber meine Schwester und ihre Kinder nicht schützen könne, sagte er, er habe BEFEHL, nur die Leute zu schützen, die als Besucher nach Orahovac kämen. Er hatte Befehle, die nicht zu schützen, die Orahovac verlassen.

Schulbücher und Begleitschutz

Artikel: (Van Loon:) „Trotzdem (d.h. ungeachtet der KFOR-Restriktionen gegen die Bewegungsfreiheit der Serben) fahren häufig kleine Gruppen nach Serbien, um dort ihre Löhne abzuholen, und neuerdings z.B. um neue Schulbücher zu holen. Wir geben ihnen Begleitschutz und holen sie später wieder ab.“

Simka: Wie ich schon sagte, Serben dürfen Orahovac nicht verlassen – auch nicht in kleinen Gruppen – wenn sie wollen. Sie dürfen nur gehen, wenn die NATO-Besatzer entscheiden, dass sie gehen dürfen. Und was den „Begleitschutz“ betrifft – was ist denn diesen armen Leuten im serbischen Konvoi aus Orahovac passiert, die vor einigen Wochen in Pec in Kosovo attackiert worden sind? Die KFOR-Eskorte und die italienische Polizei in Pec standen (oder saßen) dabei, als die Serben brutal misshandelt und ihre Autos und Habseligkeiten – alle! – gestohlen und verbrannt wurden. Nur zwei oder drei holländische Soldaten griffen ein, und benutzten nicht einmal ihre Waffen. Offensichtlich ist das das „Mandat“ der KFOR. Serben sind überflüssig.

Wenn KFOR eine Schule für serbische Kinder einrichten will (Wann? Jetzt? Später im Schuljahr?), wie sollen die Kinder diese besuchen? In kugelsicheren Westen? Mit Helmen?

Diese Menschen leben zusammengedrängt auf 400 – 500 Quadratmetern. Sie haben nicht einmal die grundlegende Versorgung – wie sollten sie sich da um die Schule kümmern? Der Colonel erzählt da ein grausames Märchen.

Das schwierige Problem der Wasserversorgung

Artikel: Durch sogenannte “soziale Patrouillen” wissen die sogenannten Gelben Reiter (holländische Truppen), was in der Bevölkerung vorgeht. Sie fanden heraus, dass die serbischen Kinder geimpft werden mussten und die Wasserversorgung in ihrem Gebiet, das auf einer Anhöhe liegt, nicht gut funktionierte, da der Wasserdruck zu niedrig war.

Simka: Die holländischen “Gelbe Reiter Sozialpatrouillen” sollten in “Gelbe Reiter der Apokalypse” umbenannt werden. Sie haben es eilig mit den Impfungen, da die furchtbaren Lebensbedingungen der Serben die Verbreitung ansteckender Krankheiten fördern. Die „gelben“ Truppen haben Angst, dass sie selber angesteckt werden, daher die Impfungen.

Natasha: Die Serben bekommen Strom und Wasser mit dem Teelöffel. Ein bisschen jeden dritten oder vierten Tag.

Simka: Was das Wasserproblem betrifft: Orahovac ist keine Wildnis und auch nicht der Mount Everest. Die Stadt hat dieses kleine Problem, Wasser in die höher gelegenen Gebiete zu bekommen, schon vor Jahrzehnten gelöst. Knappheit gab es höchstens im Sommer, wenn Leute zuviel Wasser für ihre Gärten verbrauchten, wie es in Städten auf der ganzen Welt vorkommt.

Das “Wasserproblem” hat nichts mit der höheren Lage zu tun. Die Serben bekommen kein Wasser, weil die UCK-Albaner die Wasserversorgung kontrollieren und die Leitung zum kleinen serbischen Ghetto zudrehen.

Artikel: Als die Holländer vor kurzem die Telefonleitungen in Orahovac abhörten, machten sie eine sehr interessante Entdeckung. „Es gibt immer noch wirkliche Extremisten unter den Serben (sagte Van Loon). Einige rufen die Albaner an und drohen: Wartet nur, bis die Russen kommen, dann werden wir euch kriegen. Wirklich sehr plump.“

Simka: Welche Telefonleitungen? Ich will dazu nichts sagen. Nicht einmal ein kleines Kind glaubt das.

Artikel: Van Loon wird Orahovac ohne Bedauern verlassen. „Es ist außergewöhnlich, was die Jungs und Mädchen hier geleistet haben. Sie haben sehr schwer gearbeitet und ein gutes Ergebnis zustande gebracht.“

Simka: Unter der KFOR-Besatzung wurden viele Serben entführt und ermordet, 136 serbische Häuser wurden niedergebrannt, neun Serben wurden verhaftet und über 1.200 schafften es, davonzukommen. Wirklich viel, auf das man stolz sein kann.

Anmerkung: Ein Interview mit Cedomir Prlincevic, dem Vorsteher der jüdischen Gemeinde in Kosovo, der aus Pristina von UCK und NATO vertrieben worden ist, finden Sie (derzeit nur auf englisch), wenn Sie folgendes anklicken:  Driven from Kosovo: Jewish leader charges NATO complicity

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Nach diesen Angriffen konnten wir direkt mit Menschen sprechen, die an den Verhandlungen zwischen Präsident Milodevic und den derzeitigen serbischen Behörden beteiligt waren. So wussten wir aus erster Hand, dass der Bericht der „New York Times" über angebliche Selbstmorddrohungen Milosevics erlogen war.

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